es war einmal (in eigener sache) (vorsicht viel text)

wer zeit komme kurz vorbei. danke

wer zeit komme kurz vorbei. danke

so ca dez 86 im letzten jahrtausend. da spielten wir (damals fury in the slaugtherhouse bei denen cpunkt 30 jahre lag übte um wohnraumhelden zu können), also die kapelle eures vertrauens, unseren ersten konzertversuch im jugendraum godshorn. wir wussten nicht was wir spielen sollten, aber wir wussten schon sehr genau, wie wir dabei aussehen würden. im februar 87 gaben wir dann unser erstes richtiges konzert im labor (naja, thorsten schmiss währenddessen seine gitarre auf den flügel und verliess den laden, weil ihn das geklapper des bestecks, der vor uns tunfischbaguett verzehrenden wirtschaftsstudenten, zu sehr störte). aber, das war der beginn unseres nicht mehr aufzuhaltenden weges zu ruhm und reichtum.
warum ich euch mit alten geschichten aus vergangenen zeiten langweile fragt ihr: der grund ist folgender.
uns würde es nicht geben, wenn damals nicht überall in diesem land clubs existiert hätten, in denen bands spielen und sich ausprobieren konnten.
mittlerweile sind die zeiten viel viel schlechter geworden. für unabhängige bands, die sich nicht vor den dieter bohlens dieses landes bücken wollen, gibt es kaum noch möglichkeiten sich zu präsentieren oder zu profilieren.
und jetzt wird hier in hannover einer der renomiertesten clubs der letzten jahre sang und klanglos zerstört. ein club der nie auch nur einen cent steuergeld verschlang und der immer wieder mit sensationellen ideen und konzerten bestach. (es gab tatsächlich mal einen megafury nacht, wo hannöversche bands nur fury spielten und mit freuden erinnere ich mich an unseren karfreitagsgöttinenendienst). jetzt sammelt das chez heinz am 12.8 auf der limmer unterschriften ,auf dass es vielleicht doch noch entscheider in dieser unserer kleinen heimatstadt interessiere. diese stadt schmückt sich mittlerweile mit dem titel „unesco city of music“ und keinem der verantworlichen ist das chez heinz auch nur ein wort wert. bei uns musikerkreisen heisst diese stadt deswegen mittlerweile auch nur „unesco city of bullshit“. also falls ihr hofft, dass eure kindern auch nochmal ihre lieblingsband entdecken können; bitte unterstützt das hier. mit teilen, oder mit schnell mal rumkommen und unterschreiben. vielen dank. die göttin der musik ist mit uns und jetzt hier: das chez heinz schreibt:

Am Samstag, den 12.08.2017 – 11.30 bis 13.30 Uhr – sammeln wir Unterschriften auf der ganzen Limmerstraße. Überall dort, wo sich ein Planschbecken befindet.

Kein Freibad und kein Béi Chéz Heinz mehr!?!

SO GEHT LINDEN BADEN

So sehen jedenfalls die Pläne der Stadt Hannover und der politischen Mehrheit aus.
Im Mai 2017 hat die Stadt ihre Pläne zum Fössebad vorgestellt: Neubau ohne Freibad, aber mit 50 m Wettkampfbahn und Tribüne. Keine Zukunft für das Béi Chéz Heinz. Teile der Liegewiese sollen verkauft werden.
Ursprünglich ging es mal um die Sanierung des Freibades im Fössebad. Herausgekommen ist ein 20 Mio. Projekt ohne Freibad und ohne Béi Chéz Heinz.
Linden und Limmer sollen zufrieden sein, mit dem was sie bekommen – „ein Freibad befindet sich ja am Rande vom Limmer“- nur ist dieses Freibad inzwischen auch sanierungsbedürftig und bei Hochwasser nicht nutzbar, wie in den letzten Tagen.
Ein kleines Hallenbad, wie das derzeitige, mit Freibad, wie von den Menschen in Linden und Limmer gewünscht, hätte nur 16,5 Mio. gekostet.
Allein um etwa 3.500m² Bauland für ca. 750.000€ verkaufen zu können muss das alte Gebäude abgerissen werden. Der Kostenpunkt hierfür liegt ungefähr bei 500.000€. Für diese 250.000€ „Ersparnis“ muss dann auf das Freibad und das Bei Chéz Heinz verzichtet werden. Wohnbebauung und Freibad bzw. Béi Chéz Heinz schließen sich aufgrund der Lärmimmissionen aus.
Das Béi Chéz Heinz wird ohne Subventionen betrieben. Die bisherige Betreibergesellschaft des Fössebads hat jährlich ca. 450.000€ erhalten. In Zukunft würde das neue Bad ca. 1. Mio. jährlich kosten…
WAS IST DAS FÜR EINE POLITIK!?!
Wir fordern, dass die Landeshauptstadt Hannover das Veranstaltungszentrum Béi Chéz Heinz am jetzigen Standort erhält und den Neubau des Fössebads als Familienbad mit Freibad für Kleinkinder und Jugendliche errichtet.
Am besten wäre, das alte Fössebadgebäude zu erhalten, mit dem Béi Chéz Heinz und viel Raum für Kultur & Musik. Das wäre ein Vorzeigeobjekt für Hannover als zukünftige Kulturhauptstadt Europas.

 

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